Was versteht man unter der „Berufung“:

Wikipedia liefert u. a. folgende Definition:

„Unter Berufung im religiös-spirituellen Sinn wird das Vernehmen/Verspüren einer inneren Stimme verstanden, die einen zu einer bestimmten Lebensaufgabe drängt. So spricht man von einer Berufung zur Liebe und zum Leben (in Fülle), die im Herzen jedes einzelnen Menschen tief verankert ist.“

„Berufung ist im christlichen Verständnis mehr als Beruf. Demnach verstehen wir uns als von Gott Gerufene, der Jede und Jeden von uns einmalig erschaffen hat und damit eine persönliche Berufung schenkt. ...“

Das Wort „Beruf“ leitet sich von „Berufung“ ab. Früher haben Menschen den Beruf ausgeübt, für den sie am besten geeignet waren, für den sie mit den entsprechenden Gaben (Talente, Eigenschaften) ausgestattet wurden.

 Ein Zitat von Vera Birkenbihl: "Der erfolgreiche Mensch sitzt im Zug des Lebens und steht nicht Zeit seines Lebens nur an der Haltestelle

 Ich bin davon überzeugt, dass wir auf der Welt sind, um unsere Gaben zu entwickeln, unsere Berufung (Lebensaufgabe) zu finden und zu leben.

Jeder Mensch ist einzigartig, Jede/r von uns bringt eine unverwechselbare Kombination aus Eigenschaften, Talenten und Potenzialen mit, mit der wir unsere Lebensaufgabe erfüllen können. Es ist die einzigartige Energie, die in uns Allen steckt!

Die Berufung zu leben, bedeutet viel mehr, als eine Arbeit zu haben, die zu uns passt. Es bedeutet, dass wir den Platz im Leben gefunden haben, der uns glücklich macht, uns inspiriert und unsere Weiterentwicklung fördert.

Die Berufung kann, muss aber nicht die Erwerbstätigkeit sein, sie kann sich z. B. auch durch ein Hobby oder eine ehrenamtliche Tätigkeit ausdrücken. Es gibt viele Möglichkeiten, die Berufung zu leben.

Der Kern der Berufung, der Lebensaufgabe, ändert sich meines Erachtens nicht, wohl aber die Art und Weise, die Berufung zu leben, ändert sich im Laufe des Lebens.

 So, wie wir uns als Menschen weiterentwickeln, entwickeln wir auch neue Gaben - wir verändern uns und damit verändern wir im Laufe unseres Lebens auch die Art, wie wir unsere Berufung leben.

 

Ein paar Beispiele zur Verdeutlichung:

 Ein Junge bringt sich selbst Gitarre spielen bei. Später spielt er in der Schulband und fängt auch an zu singen. Die Schulband wird „entdeckt“ und plötzlich ist der junge Mann von Beruf Gitarrist und Sänger einer international erfolgreichen Band. Einige Jahre später löst die Band sich auf und der junge Mann entdeckt nun seine Liebe für das Liederschreiben. Darüber hinaus arbeitet er als Musik-Lehrer an einer Volkshochschule.

Eine ehemalige Spielerin der Frauen-Fußball- Nationalmannschaft widmet sich nach ihrer aktiven Spielerinnenzeit der Fußball-Verbandsarbeit, ausserdem engagiert sie sich für internationale Frauen-Fußball-Projekte.

Eine Heilpraktikerin lernt während ihrer Urlaubsreisen traditionelle Heilweisen und ganz besondere Kraftorte kennen. Diese unvergesslichen Eindrücke möchte sie an ihre Patient/inn/en weitergeben und führt daher künftig Heilreisen zu diesen Kraftorten in aller Welt durch. Über ihre Erlebnisse schreibt sie Jahre später ein Buch, das zum Bestseller wird. Von da an tourt sie durch Deutschland und das deutschsprachige Ausland, hält Lesungen und Vorträge - und schreibt weitere Bücher…

 

Es ist nicht nötig, dass Sie, um Ihre Berufung zu realisieren, Ihr Leben über Nacht radikal ändern. Sie können, wenn Ihre Lebenssituation es erfordert,  mit kleinen Schritten anfangen, zumindest Teile Ihrer Berufung nach und nach in Ihr Leben zu integrieren, z. B durch ein Hobby, das Sie (wieder) pflegen, einen Kurs, den Sie belegen, ein Ehrenamt, einen Nebenjob, nebenberufliche Existenzgründung usw..

Jeder kleine Schritt bringt Ihnen mehr Zufriedenheit, Erfüllung und Lebensqualität. Es lohnt sich!!!!

 

„Gewinnen beginnt mit beginnen“. Shakespeare

 

Sind Sie bereit für dieses Abenteuer?

 

  © Martin Büdenbender/ Pixelio www.pixelio.de